Akku überwintern: Ladezustand, Temperatur und Lagerort

Am Ende der Gartensaison wandern Grasschere, Heckenschere und Rasentrimmer in den Schuppen, oft mit vollem Akku und bei Frost. Das kostet Kapazität, die im Frühjahr fehlt. Ein paar Minuten Aufwand im Herbst verlängern die Lebensdauer deutlich.
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Der richtige Ladezustand: nicht voll, nicht leer
Lithium-Ionen-Akkus altern am langsamsten, wenn sie halb geladen gelagert werden. Das Umweltbundesamt nennt einen Ladezustand von 40 bis 50 Prozent als optimal und empfiehlt, spätestens nach sechs Monaten nachzuladen. Die Empfehlungen im Detail stehen bei den Hinweisen zum sicheren Umgang mit Lithium-Batterien.
Ein voll geladener Akku steht unter höherer Zellspannung und verliert dabei über Monate messbar an Kapazität. Ein leerer Akku ist noch schlechter, weil die Selbstentladung ihn in die Tiefentladung treiben kann, aus der er nicht zurückkehrt. Wer im November einen leeren Akku weglegt, hat im April oft einen defekten.
Die richtige Temperatur
Ideal sind 10 bis 25 Grad. Dauerhafte Hitze über 50 Grad und Kälte unter minus 20 Grad verkürzen die Lebensdauer erheblich. Für die Praxis heißt das:
- Gut: trockener Keller, Abstellraum, Hauswirtschaftsraum
- Schlecht: unbeheizte Garage mit Bodenfeuchte, Gartenhaus, Dachboden
- Nicht: Kühlschrank, dort bildet sich Kondenswasser
Der Akku gehört getrennt vom Gerät gelagert, nicht eingesteckt. Viele Geräte ziehen im Standby minimal Strom, was über Monate zur Tiefentladung führt.
Vor dem Einlagern: fünf Minuten Pflege
Kontakte mit einem trockenen Tuch abwischen, keine Feuchtigkeit und kein Kontaktspray. Grasreste und Erde vom Gehäuse entfernen, weil Pflanzensaft Kunststoff angreift. Die Klingen der Grasschere reinigen und leicht einölen, das verhindert Rost über den Winter. Wie das im Einzelnen geht, steht im Pflegekalender.
Im Frühjahr wieder in Betrieb nehmen
Vor dem ersten Einsatz vollständig laden und dabei den Ladevorgang im Blick behalten. Erwärmt sich der Akku ungewöhnlich stark, bläht sich das Gehäuse oder erreicht die Ladung die volle Kapazität nicht mehr, gehört er ersetzt und fachgerecht entsorgt, nicht in den Hausmüll. Ob sich der Austausch lohnt oder ein neues Gerät sinnvoller ist, behandelt der Beitrag zum Akkuwechsel.
Häufige Fragen zum Überwintern von Akkus
Muss ich den Akku über den Winter nachladen?
Ja, einmal nach etwa sechs Monaten auf 40 bis 50 Prozent. Ein Termin im Kalender genügt.
Schadet Frost dem Akku dauerhaft?
Kurzfristige Kälte übersteht er, dauerhafte Lagerung unter minus 20 Grad nicht. Kritischer ist das Laden im kalten Zustand, das schädigt die Zellen.
Kann ich den Akku im Gerät lassen?
Besser nicht. Getrennt gelagert entlädt er sich langsamer und ist vor Feuchtigkeit im Gerät geschützt.