Akku & Systeme
Akku wechseln: Sind Systeme mit Wechselakku sinnvoll?
Nicht jede Akku-Grasschere hat einen wechselbaren Akku. Wir erklären, wann sich ein Wechselakku-System lohnt und worauf Sie beim Kauf achten sollten.
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Ihr Akku lädt nicht? Bei Gartengeräten liegt es meist an einer von wenigen Ursachen: Der Akku ist zu kalt oder zu warm, die Kontakte sind verschmutzt, er sitzt nicht richtig im Ladeschacht, er wurde tiefentladen oder er ist am Ende seiner Lebensdauer. Das Ladegerät zeigt die meisten dieser Fälle über seine Leuchtanzeige an. Ein aufgeblähter, beschädigter oder ungewöhnlich heißer Akku gehört dagegen nicht mehr ins Ladegerät. Dieser Ratgeber führt Sie der Reihe nach durch die Prüfung, von der einfachsten Ursache bis zum Austausch.
Lithium-Ionen-Akkus sind sicher, solange sie unbeschädigt sind und mit dem passenden Ladegerät geladen werden. Brechen Sie den Ladeversuch sofort ab und lassen Sie den Akku nicht im Ladegerät, wenn Ihnen eines dieser Zeichen auffällt:
Das Umweltbundesamt rät zum sachgemäßen Umgang mit Lithium-Akkus, nur die für das Gerät vorgesehenen Ladegeräte zu verwenden, an einer sicheren Stelle mit Rauchmelder und ohne brennbare Gegenstände in der Nähe zu laden und nicht zu laden, während Sie schlafen. Beschädigte oder aufgeblähte Akkus sollen mit abgeklebten Polen in einem verschließbaren Behälter zur Sammelstelle, nicht in den Hausmüll. Öffnen oder reparieren Sie einen Akku nie selbst.
Das ist im Gartenalltag der häufigste Grund. Ladegeräte laden nur in einem bestimmten Temperaturbereich. Bosch nennt in der Betriebsanleitung seiner 18-Volt-Ladegeräte AL 1815 CV und AL 1830 CV einen zulässigen Ladetemperaturbereich von 0 bis 45 Grad. Kommt der Akku gerade aus dem Schuppen im Winter oder direkt aus einem langen Einsatz in der Sonne, wartet das Ladegerät, bis die Temperatur passt. Beim AL 1830 CV zeigt das ein rotes Dauerlicht an, danach schaltet es von selbst auf Schnellladung.
Abhilfe: Den Akku eine bis zwei Stunden bei Zimmertemperatur liegen lassen, dann erneut einsetzen. Nicht auf die Heizung legen und nicht mit dem Föhn aufwärmen.
Schon ein halber Millimeter reicht, damit die Kontakte keine Verbindung haben. Nehmen Sie den Akku heraus und setzen Sie ihn neu ein, bis er hörbar einrastet. Prüfen Sie auch, ob Grasreste oder Erde im Ladeschacht stecken.
Pflanzensaft, Staub und Feuchtigkeit setzen sich an den Kontakten ab. Bosch empfiehlt bei verschmutzten Kontakten, den Akku mehrfach ein- und auszustecken, und rät grundsätzlich, Ladeschacht und Kontakte sauber und trocken zu halten. Wischen Sie Kontakte mit einem trockenen Tuch ab, ohne Wasser und ohne Werkzeug, das die Kontaktflächen verbiegt.
Leuchtet am Ladegerät gar nichts, liegt das Problem meist vor dem Akku. Prüfen Sie die Steckdose mit einem anderen Gerät, verzichten Sie auf lange Verlängerungskabel im Freien und kontrollieren Sie das Kabel auf Knicke. Ein Ladegerät, das sichtbar beschädigt ist, gehört nicht mehr in Betrieb.
Akkus und Ladegeräte sind an ihr System gebunden. Ein Akku aus dem Bosch-18-Volt-System Power for All passt nicht in ein Einhell-Ladegerät und umgekehrt. Innerhalb eines Systems ist die Akku-Kompatibilität dagegen oft markenübergreifend, Power for All teilen sich zum Beispiel Bosch und Gardena. Adapter oder Ladegeräte unbekannter Herkunft sind keine gute Idee, weil sie die Überwachung durch das Ladegerät des Herstellers umgehen.
Lag der Akku leer über den Winter, kann die Selbstentladung die Zellspannung so weit gesenkt haben, dass das Ladegerät ihn zum Schutz nicht mehr annimmt. Typisch ist eine Fehleranzeige direkt nach dem Einsetzen. Einige Ladegeräte haben dafür eine eigene Funktion. Einhell beschreibt für das Ladegerät Power X-Fastcharger 4A einen Refresh-Modus, mit dem tiefentladene Akkus reaktiviert werden können. Klappt das nicht, ist der Akku ein Fall für den Service oder für den Ersatz. Damit es im nächsten Jahr nicht wieder passiert, sollten Sie den Akku überwintern wie empfohlen, also halb geladen, trocken und frostfrei.
Lithium-Ionen-Akkus verlieren mit jedem Ladezyklus und mit dem Alter an Kapazität. Lädt der Akku zwar, ist aber nach kurzer Zeit wieder leer, ist das meist kein Defekt des Ladegeräts. Viele Ladegeräte melden einen defekten Akku mit einer blinkenden Fehleranzeige. Bei Bosch steht ein rotes Blinklicht am AL 1830 CV für eine Störung, deren Ursachen von falsch aufgesteckt über verschmutzte Kontakte bis zum defekten Akku reichen.
Jeder Hersteller nutzt eigene Farben und Blinkfolgen. Die Bedeutung steht in der Anleitung des Ladegeräts, meist in einer Tabelle „Fehler, Ursachen und Abhilfe“. Als grobe Orientierung gilt bei vielen Modellen:
Hat Ihr Ladegerät nur eine einzige Leuchte, kann dasselbe Dauerlicht „voll“ oder „Temperatur außerhalb des Bereichs“ bedeuten. Ein Akku, der sich gerade noch kalt anfühlt, ist dann vermutlich noch nicht geladen.
Bei kleinen Grasscheren steckt der Akku oft fest im Gerät, geladen wird über ein Netzteil oder USB-C. Hier lohnt zuerst ein Blick auf Kabel und Netzteil, denn ein schwaches oder falsches USB-Netzteil liefert manchmal zu wenig Strom. Ist der Akku selbst am Ende, wird es aufwendiger. Bei der Bosch Isio können Sie den Isio-Akku tauschen, wenn Sie etwas Werkzeug zur Hand haben, bei vielen anderen Modellen ist der Hersteller-Service der richtige Weg.
Bevor Sie etwas kaufen, lohnt der Gegentest. Haben Sie einen zweiten Akku desselben Systems, laden Sie ihn im selben Ladegerät. Lädt er, ist der erste Akku das Problem. Lädt auch er nicht, liegt es am Ladegerät. Wer kein zweites Gerät hat, kann oft im Baumarkt oder beim Fachhändler prüfen lassen. Bei einem Akku-Wechselsystem lohnt sich ein zweiter Akku auch über den Defektfall hinaus, weil Sie weiterarbeiten können, während der erste lädt.
Für die beiden Akku-Systeme, die bei den Grasscheren auf dieser Seite am häufigsten vorkommen, Bosch Power for All und Einhell Power X-Change, gibt es Ersatzakkus und Ladegeräte einzeln oder im Set:
Kaufen Sie Ersatz immer passend zum System und möglichst vom Gerätehersteller. Nachbauten ohne klaren Hersteller sparen auf den ersten Blick, verzichten aber oft auf die Schutzschaltungen, die Original-Akkus und Original-Ladegeräte miteinander abstimmen.
Meist ist er zu kalt. Ladegeräte laden nur in einem bestimmten Temperaturbereich, bei Bosch 0 bis 45 Grad. Lassen Sie den Akku bei Zimmertemperatur warm werden und versuchen Sie es dann erneut.
Manchmal. Einige Ladegeräte haben eine Funktion zum Reaktivieren tiefentladener Akkus. Gelingt das nicht, ist ein Ersatz nötig. Versuchen Sie nicht, den Akku mit fremden Ladegeräten oder Tricks zu überbrücken.
Nein. Nehmen Sie ihn aus dem Gerät, kleben Sie die Pole ab und bringen Sie ihn in einem verschließbaren Behälter zur Sammelstelle.
Am einfachsten mit einem zweiten Akku desselben Systems. Lädt er im selben Ladegerät, liegt der Fehler beim ersten Akku.
Bei Ladegeräten mit nur einer Leuchte kann das Dauerlicht auch bedeuten, dass der Akku zu kalt oder zu warm ist. Warten Sie, bis er Zimmertemperatur hat, und setzen Sie ihn neu ein.
Das Umweltbundesamt rät davon ab. Laden Sie, während Sie in der Nähe sind, und trennen Sie das Ladegerät danach vom Netz.